„Ein Apfel fällt nicht weit von einem Apfelbaum“ – Fakt oder Fiktion?

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„Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“, sagt ein altes Sprichwort. Wir wiederholen es gerne, wenn wir davon sprechen, dass Kinder die geistigen Fähigkeiten ihrer Eltern erben. Dieses Sprichwort wird jedoch von französischen Wissenschaftlern widerlegt.

Als Ergebnis der laufenden Forschung fanden sie heraus, dass die geistige Entwicklung von Kindern nicht direkt von einer erblichen Veranlagung abhängt. Es stellt sich heraus, dass der Koeffizient der intellektuellen Fähigkeiten ("IQ") steigen kann, wenn Kinder "in gute Hände geraten".

„Ein Apfel fällt nicht weit von einem Apfelbaum“ – Fakt oder Fiktion?

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Wissenschaftler haben lange angenommen, dass dies möglich ist, aber französischen Spezialisten ist es zum ersten Mal gelungen, dies mit wissenschaftlichen Methoden nachzuweisen. Sie untersuchten 65 Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren. Sie alle verbrachten ihre frühe Kindheit in dysfunktionalen Familien, und als Ergebnis der Tests überstieg ihr individueller IQ 85 % nicht, wobei der Durchschnittswert bei etwa 100 % liegt.

Dieselben Kinder wurden 5–10 Jahre später erneut von Psychologen und Genetikern untersucht. Sie wurden erneut getestet, und es stellte sich heraus, dass die überwiegende Mehrheit der Kinder einen deutlichen Anstieg des IQ hatte. Zudem konnte ein eindeutiger Zusammenhang festgestellt werden: Je besser die sozioökonomischen Verhältnisse der Familie, desto weiter entwickelte sich der IQ der Kinder.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass Kinder, deren Pflegefamilien wohlhabender waren, einen nahezu normalen IQ hatten. Der Rest stieg auch, aber nicht so stark.

„Ein Apfel fällt nicht weit von einem Apfelbaum“ – Fakt oder Fiktion?

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Die wichtigste Schlussfolgerung der Forschung französischer Wissenschaftler lautet wie folgt: Im Alter von 4 bis 6 Jahren haben sich mentale Indikatoren noch nicht gebildet und können sich entwickeln. Michel Duym vom Pariser Zentrum für Familientherapie erklärte:

„Wir haben bewiesen, dass Veränderungen der äußeren Bedingungen die Intelligenz von Kindern steigern können. Der Lehrer steht also vor der Aufgabe, Mittel und Wege zu finden, um diese Idee umzusetzen.

Derselbe Michel Duim sagt:

„Amerikanische Wissenschaftler versuchen, das Intelligenzgen zu isolieren, aber ich stehe dieser Frage skeptisch gegenüber. Selbst wenn sie Erfolg haben, wissen wir jetzt, dass der IQ durch eine Veränderung der Umgebung des Kindes gesteigert werden kann."

Derzeit beabsichtigen französische Forscher, die Auswirkungen der neuen Umgebung auf die Intelligenz zu untersuchen, wenn Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren adoptiert werden, um zu verstehen, ob die Entwicklung des IQ in einem späteren Alter möglich ist.