Mythen und interessante Fakten über Mangusten

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Mangusten sind kleine, aber äußerst flinke Säugetiere, die für ihre Fähigkeit bekannt sind, gegen Schlangen zu kämpfen. Viele hörten zum ersten Mal von ihnen durch die Erzählung „Rikki-Tikki-Tavi“ von Rudyard Kipling, in der die Manguste als mutiger Beschützer auftritt. Und das ist keine Erfindung – in südostasiatischen Ländern werden diese Tiere tatsächlich in Haushalten gehalten, um Schlangen fernzuhalten.

Aber was davon ist wahr, und was ist nur eine schöne Legende? Finden wir es heraus.

 

Wahrheit und Mythen über Mangusten

Es gibt den Volksglauben, dass eine von einer Giftschlange gebissene Manguste sofort ein besonderes Heilkraut findet, es frisst – und auf wundersame Weise geheilt wird. In Wirklichkeit ist alles einfacher (und gleichzeitig erstaunlicher): Mangusten sind so schnell und wendig, dass sie Schlangenbisse geschickt vermeiden. Im Kampf mit Schlangen schützt sie ihr dichtes Fell, eine feste Haut und ihre unglaublichen Reflexe. Sie sind nicht unsterblich – aber sie können kämpfen.

Interessante Tatsache

Mangusten können tatsächlich viele Schlangen besiegen, aber das hängt nicht immer nur von ihren Fähigkeiten ab. In den 1960er-Jahren beschloss man in Jugoslawien, Mangusten einzusetzen, um Schlangen in Ferienorten zu bekämpfen. Doch die einheimischen Schlangen waren schneller und gefährlicher als die, an die die Tiere in ihrer Heimat gewöhnt waren. Am Ende starben viele Mangusten – das Experiment scheiterte.

 

Wo leben Mangusten und wie verhalten sie sich?

Mangusten sind erstaunlich anpassungsfähige Tiere. Sie können in ganz unterschiedlichen Lebensräumen leben: in Wäldern, Ebenen, Schluchten und sogar in hohlen Bäumen. Einige Arten sind tagsüber aktiv, andere nachts. Morgens sonnen sich Mangusten gern, und sie bewegen sich mit erstaunlicher Gewandtheit am Boden. Manche Arten können auch auf Bäume klettern, doch im Allgemeinen sind sie Bodenbewohner.

Sie leben allein, paarweise oder in Gruppen – mit bis zu 40 Tieren.

Mangusten

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Was fressen Mangusten?

Die Ernährung von Mangusten ist sehr vielfältig. Sie fressen Insekten, Krebse, kleine Säugetiere, Fische, Frösche, Vögel und Schlangen. Außerdem fressen sie auch Früchte und pflanzliche Nahrung. Entgegen dem weitverbreiteten Mythos besitzen Mangusten keine Immunität gegen Schlangengift. Sie sind einfach so schnell, dass sie Bissen ausweichen und die Schlange am Kopf packen und unschädlich machen können. Doch auch für sie ist das gefährlich – manche Kämpfe enden tragisch.

 

Verbreitung und Artenvielfalt

Es gibt etwa 10 Arten von Mangusten, die meisten leben in Afrika und Asien. Die größte Art ist die Ägyptische Manguste: Sie kann bis zu 60 cm lang werden (ohne Schwanz) und bis zu 4 kg wiegen.

Im 19. Jahrhundert begannen Menschen, Mangusten in verschiedene Teile der Welt zu bringen, um Ratten- und Schlangenplagen zu bekämpfen. Doch dieses Eingreifen hatte oft unerwartete Folgen.

 

Die Geschichte aus Jamaika: Wenn die Lösung eines Problems ein neues schafft

Einst stellte eine ernsthafte Bedrohung auf Jamaika dar – Giftschlangen, die von Kolonialisten eingeschleppt worden waren. Ursprünglich sollten sie als lebendige Barriere dienen, um geflohene Sklaven vom Verstecken im Dschungel abzuhalten. Doch bald vermehrten sich die Schlangen so stark, dass alle Inselbewohner darunter litten.

1872 wurde beschlossen, Mangusten zu bringen – vier Männchen und fünf Weibchen. Die Tiere gewöhnten sich schnell ein, zeigten jedoch wenig Interesse an Schlangen – denn auf der Insel fanden sie leichtere Beute. Schon wenige Jahre später hatten die Nachkommen der eingeführten Tiere alle Ratten vernichtet und begannen, Hausgeflügel, Echsen und kleine Säugetiere zu jagen. Mangusten wurden selbst zur Bedrohung für das lokale Ökosystem.

Gestreifte Manguste

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Mangusten sind faszinierende Tiere. Sie sind klug, schnell und meistern bestimmte Aufgaben in der Natur sehr gut. Doch menschliches Eingreifen – besonders ohne Berücksichtigung der Folgen – kann leicht zu einer ökologischen Katastrophe führen.

Wer mehr über diese erstaunlichen Geschöpfe erfahren möchte, sollte mit guten Dokumentarfilmen beginnen – sie zeigen das Verhalten der Mangusten in ihrer natürlichen Umgebung und helfen, ihr Leben besser zu verstehen.

 

Kobra gegen Manguste

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